Der weltweite Ausbau der Photovoltaik hat 2025 erneut einen Rekordwert erreicht. Nach aktuellen Zahlen des International Energy Agency Photovoltaic Power Systems Programme, kurz IEA-PVPS, wurden weltweit rund 690 Gigawatt neue Photovoltaikleistung installiert. Damit nähert sich die global installierte Solarleistung inzwischen der Marke von drei Terawatt.
Die Zahlen zeigen, welche Größenordnung die Photovoltaik mittlerweile erreicht hat. Solarenergie entwickelt sich von einer ergänzenden Technologie zunehmend zu einem zentralen Bestandteil der internationalen Stromversorgung.
Für Deutschland und insbesondere für Eigentümer geeigneter Freiflächen ist diese Entwicklung ebenfalls relevant. Denn der weitere Ausbau benötigt nicht nur Solarmodule und Netzkapazitäten, sondern auch geeignete Standorte. Landwirtschaftliche und bislang ungenutzte Flächen können dabei unter bestimmten Voraussetzungen für die Entwicklung größerer Solarparks infrage kommen.
Weltweiter Photovoltaik-Zubau erreicht rund 690 Gigawatt
Nach dem im September 2026 veröffentlichten Bericht „Trends in Photovoltaic Applications 2026“ des IEA-PVPS wurden im Jahr 2025 weltweit rund 690 Gigawatt neue Photovoltaikleistung installiert.
Damit wuchs der globale Markt gegenüber dem Vorjahr um etwa 15 Prozent. Ende 2025 lag die weltweit installierte Photovoltaikleistung bei rund 2,96 Terawatt.
Zum Vergleich: Noch vor wenigen Jahren bewegten sich die jährlichen Neuinstallationen auf einem deutlich niedrigeren Niveau. Das starke Wachstum zeigt, wie schnell Photovoltaik inzwischen weltweit ausgebaut wird.
Dabei hat sich das Wachstum gegenüber den außergewöhnlich hohen Steigerungsraten der vorherigen Jahre zwar etwas verlangsamt. Das absolute Installationsvolumen bleibt jedoch auf Rekordniveau.
Ein wesentlicher Faktor sind weiterhin niedrige Modulpreise. Gleichzeitig treiben Staaten, Energieversorger, Unternehmen und private Investoren den Ausbau erneuerbarer Energien voran.
China bleibt mit Abstand der größte Photovoltaikmarkt
Besonders deutlich wird die Entwicklung beim Blick auf China.
2025 wurden dort nach Angaben des IEA-PVPS rund 415 Gigawatt Photovoltaikleistung neu installiert. Damit entfielen etwa 60 Prozent des gesamten weltweiten Zubaus auf China.
Auf den weiteren Plätzen folgten:
- Indien mit rund 54 Gigawatt,
- die USA mit rund 43 Gigawatt,
- Deutschland mit rund 18 Gigawatt und
- Pakistan mit geschätzten 14 Gigawatt.
Damit gehört Deutschland trotz seines bereits hohen Ausbaugrades weiterhin zu den weltweit größten Photovoltaikmärkten.
Auch insgesamt wird der Markt breiter. Rund 36 Länder installierten 2025 jeweils mehr als ein Gigawatt zusätzliche Photovoltaikleistung. Drei Jahre zuvor war die Zahl der Länder mit solchen Ausbauvolumina noch deutlich geringer.
Photovoltaik ist damit längst kein Markt mehr, der sich auf wenige große Industriestaaten beschränkt.
Die EU installierte rund 68 Gigawatt Photovoltaik
Auch die Europäische Union bleibt ein bedeutender Photovoltaikmarkt.
Nach den IEA-PVPS-Zahlen wurden 2025 innerhalb der EU rund 68 Gigawatt zusätzliche Leistung installiert. Das entspricht einem Wachstum von ungefähr fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Würde die Europäische Union als ein gemeinsamer Markt betrachtet, wäre sie beim jährlichen Photovoltaik-Zubau weltweit nach China an zweiter Stelle gelegen.
Die Entwicklung zeigt, dass der Ausbau trotz unterschiedlicher nationaler Fördermodelle, Genehmigungsverfahren und Netzbedingungen in Europa weitergeht.
Deutschland spielt dabei eine besonders wichtige Rolle. Mit rund 18 Gigawatt neu installierter Leistung gehörte die Bundesrepublik auch 2025 zu den größten Einzelmärkten weltweit.
Große Solarparks bleiben ein wichtiger Wachstumstreiber
Für Flächeneigentümer besonders interessant ist das Verhältnis zwischen kleinen dezentralen Anlagen und größeren Photovoltaikprojekten.
Nach Angaben des IEA-PVPS wurden 2025 weltweit rund 282 Gigawatt dezentrale Photovoltaikanlagen installiert. Dazu gehören beispielsweise Anlagen auf Wohngebäuden, Gewerbeimmobilien oder kleineren lokalen Standorten.
Der größere Teil des Marktes entfiel damit weiterhin auf große zentrale Photovoltaikanlagen.
Solche Utility-Scale-Projekte werden häufig als Solarparks auf Freiflächen realisiert. Sie ermöglichen es, große Stromerzeugungskapazitäten an einem Standort zu bündeln und direkt an leistungsfähige Netzanschlüsse anzubinden.
Gerade diese Projekte benötigen geeignete Grundstücke.
Damit ist der weltweite Ausbau der Photovoltaik auch eine Entwicklung des Flächenmarktes: Je stärker der Bedarf an Solarstrom wächst, desto wichtiger werden Standorte, die technisch, wirtschaftlich und genehmigungsrechtlich für größere Anlagen geeignet sind.
Was bedeutet der weltweite Solarboom für Grundstückseigentümer?
Für Eigentümer landwirtschaftlicher Flächen bedeutet ein wachsender Photovoltaikmarkt nicht automatisch, dass jedes Grundstück für einen Solarpark geeignet ist.
Allerdings steigt mit dem Ausbau grundsätzlich der Bedarf an entwicklungsfähigen Flächen.
Projektentwickler prüfen deshalb kontinuierlich neue Grundstücke, auf denen sich Photovoltaikanlagen wirtschaftlich realisieren lassen. Dabei spielen verschiedene Kriterien eine Rolle.
Dazu gehören unter anderem:
- Größe und Zuschnitt der Fläche,
- Sonneneinstrahlung und Geländeprofil,
- Entfernung zu geeigneten Netzanschlusspunkten,
- Erschließungsmöglichkeiten,
- planungsrechtliche Voraussetzungen,
- Natur- und Landschaftsschutz,
- vorhandene Leitungen oder sonstige Belastungen sowie
- die Wirtschaftlichkeit des Gesamtprojekts.
Besonders interessant können beispielsweise Flächen entlang bestimmter Verkehrswege, Konversionsflächen oder andere gesetzlich beziehungsweise planerisch begünstigte Standorte sein.
Welche Fläche konkret geeignet ist, muss jedoch immer im Einzelfall geprüft werden.
Mehr zum Thema Wind- und Solarpacht lesen Sie hier auf unserem Blog:
Solarpark Fläche verpachten als langfristige Nutzungsmöglichkeit
Eigentümer müssen einen Solarpark nicht selbst errichten oder finanzieren.
Eine häufige Variante besteht darin, die Fläche langfristig an einen Projektentwickler beziehungsweise Betreiber zu verpachten. Dieser übernimmt anschließend die Entwicklung des Projekts.
Dazu können beispielsweise die technische Planung, Netzanschlussanfrage, Genehmigungen, Finanzierung, Errichtung und der spätere Betrieb der Photovoltaikanlage gehören.
Der Grundstückseigentümer erhält im Gegenzug die vertraglich vereinbarte Pacht.
Für landwirtschaftliche Betriebe oder Eigentümer bislang wenig genutzter Flächen kann dies eine zusätzliche langfristige Einnahmequelle darstellen.
Da Solarparks typischerweise über mehrere Jahrzehnte betrieben werden, haben entsprechende Pachtverträge allerdings eine große langfristige Bedeutung. Eigentümer sollten deshalb nicht ausschließlich auf die angebotene Pachthöhe achten.
Auch Laufzeit, Verlängerungsoptionen, Rückbau, Sicherheiten, Haftung, Vertragsbeginn und Regelungen für den Fall, dass das Projekt nicht genehmigt wird, sollten berücksichtigt werden.
Fast drei Terawatt Photovoltaik weltweit installiert
Mit rund 2,96 Terawatt installierter Photovoltaikleistung Ende 2025 erreicht Solarenergie inzwischen eine Größenordnung, die auch für internationale Stromsysteme relevant wird.
Nach Einschätzung des IEA-PVPS deckt Photovoltaik mittlerweile theoretisch rund zwölf Prozent des weltweiten Stromverbrauchs.
Mit zunehmendem Ausbau verändert sich deshalb auch die Diskussion um Photovoltaik.
Während früher vor allem die Frage im Mittelpunkt stand, wie schnell zusätzliche Erzeugungsleistung errichtet werden kann, werden heute Netzintegration, Speicher und flexible Stromnachfrage immer wichtiger.
Wenn an sonnigen Tagen sehr große Mengen Solarstrom gleichzeitig erzeugt werden, müssen Stromnetze diese Energie aufnehmen beziehungsweise speichern oder an andere Verbraucher weitergeben können.
Der Ausbau von Batteriespeichern gewinnt daher ebenfalls stark an Bedeutung.
Batteriespeicher werden für neue Solarprojekte wichtiger
Der IEA-PVPS-Bericht zeigt, dass der Ausbau von Batteriespeichern in den vergangenen Jahren deutlich beschleunigt wurde.
Allein in Europa und den USA stieg die jährlich neu installierte Speicherkapazität laut Bericht von rund 2,9 Gigawattstunden im Jahr 2020 auf 79 Gigawattstunden im Jahr 2025.
Das entspricht einer mehr als 27-fachen Steigerung innerhalb von fünf Jahren.
Auch bei neuen Solarparks wird deshalb zunehmend geprüft, ob Photovoltaik und Batteriespeicher miteinander kombiniert werden können.
Dadurch kann ein Teil des tagsüber produzierten Solarstroms gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt in das Netz eingespeist werden.
Solche Konzepte können künftig auch die Anforderungen an geeignete Projektflächen verändern. Neben der reinen Photovoltaikanlage müssen bei kombinierten Projekten zusätzliche Flächen für Speichertechnik, Transformatoren und weitere Infrastruktur berücksichtigt werden.
Der Photovoltaikmarkt tritt in eine neue Entwicklungsphase ein
Die Zahlen für 2025 zeigen, dass das weltweite Wachstum der Photovoltaik weitergeht.
Rund 690 Gigawatt neu installierte Leistung innerhalb eines Jahres und eine globale Gesamtkapazität von knapp drei Terawatt machen deutlich, dass Solarenergie inzwischen zu den wichtigsten Technologien für den Ausbau neuer Stromerzeugungskapazitäten gehört.
Gleichzeitig verschieben sich die Herausforderungen.
Nicht mehr allein die Installation zusätzlicher Solarmodule steht im Mittelpunkt. Netzanschlüsse, Batteriespeicher, flexible Stromnutzung und die Auswahl geeigneter Standorte gewinnen zunehmend an Bedeutung.
Für Eigentümer landwirtschaftlicher oder bislang ungenutzter Grundstücke kann diese Entwicklung neue Nutzungsmöglichkeiten eröffnen.
Wer über eine größere Fläche verfügt, kann daher prüfen lassen, ob diese grundsätzlich für die Entwicklung eines Solarparks geeignet ist. Nicht jedes Grundstück wird sich am Ende realisieren lassen. Geeignete Flächen können jedoch angesichts des weiterhin hohen Photovoltaik-Zubaus langfristig für Projektentwickler interessant bleiben.