Photovoltaik-Erzeugung erreicht neuen Rekord bereits vor Jahresende

2/10/2025

Die Energiewende in Deutschland gewinnt weiter an Dynamik. Besonders die Photovoltaik entwickelt sich zunehmend zur tragenden Säule der Stromversorgung. Bereits im September hat die Solarstromerzeugung das Niveau des gesamten Vorjahres überschritten. Diese Entwicklung ist nicht nur energiewirtschaftlich bemerkenswert, sondern auch für Eigentümer landwirtschaftlicher oder ungenutzter Flächen von großer Relevanz. Denn der anhaltende Ausbau der Photovoltaik erhöht die Nachfrage nach geeigneten Flächen für Solarparks spürbar und eröffnet attraktive Perspektiven für eine langfristige Flächenverpachtung.

Erneuerbare Energien stabilisieren den Strommix

In den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres deckten erneuerbare Energien knapp 57 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs. Damit blieb ihr Anteil trotz eines schwachen Jahresstarts auf einem hohen Niveau. Insbesondere das erste Quartal war geprägt von außergewöhnlich windarmen Bedingungen, was die Stromerzeugung aus Windenergie deutlich dämpfte. Diese Schwäche wurde jedoch im weiteren Jahresverlauf ausgeglichen. Ausschlaggebend dafür war vor allem die starke Entwicklung der Photovoltaik, die über viele Monate hinweg konstant hohe Erträge lieferte.

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Nach vorläufigen Berechnungen vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft und dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) erreichte die Bruttostromerzeugung in den ersten neun Monaten rund 366 Terawattstunden. Das entspricht einem leichten Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig ging der Bruttostromverbrauch minimal zurück, was den prozentualen Anteil der erneuerbaren Energien zusätzlich stärkte.

Solarstrom überholt bereits im September den Vorjahreswert

Besonders eindrucksvoll ist die Entwicklung der Photovoltaik. Bereits Mitte September wurde in Deutschland mehr Solarstrom erzeugt als im gesamten Vorjahr. Grundlage hierfür sind Auswertungen der öffentlichen Nettostromerzeugung, also jenes Strommixes, der tatsächlich im Netz zur Verfügung steht. Die Daten zeigen, dass bis Ende September rund 65 Terawattstunden Solarstrom erzeugt wurden, während im gesamten Vorjahr knapp 60 Terawattstunden erreicht wurden.

Diese Zahlen verdeutlichen nicht nur günstige Witterungsbedingungen in den sonnenreichen Monaten, sondern vor allem den kontinuierlichen Ausbau der installierten Photovoltaik-Leistung. Der Zubau neuer Anlagen lag nach drei Quartalen rund fünf Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Damit wächst nicht nur die installierte Leistung, sondern auch die Bedeutung der Photovoltaik für die Versorgungssicherheit.

Ein wichtiger Impulsgeber für die öffentliche Wahrnehmung dieser Entwicklung war die Analyse von Bruno Burger, der die Stromerzeugungsdaten für Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme auswertet. Seine Daten verdeutlichen, wie stark sich Solarstrom mittlerweile im deutschen Stromsystem etabliert hat.

Photovoltaik wird stärkste erneuerbare Energiequelle

Ein weiterer Meilenstein zeigt sich im Vergleich der einzelnen erneuerbaren Energieträger. Nach den ersten neun Monaten entfielen rund 21 Prozent des Bruttostromverbrauchs auf die Photovoltaik. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres lag dieser Wert noch bei etwa 17 Prozent. Damit hat Solarstrom erstmals die Windenergie an Land überholt, die aktuell einen Anteil von rund 19 Prozent erreicht.

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Die Offshore-Windenergie blieb mit etwa fünf Prozent stabil, während Biomasse und Wasserkraft leicht an Bedeutung verloren. Diese Verschiebung innerhalb der erneuerbaren Energien unterstreicht den strukturellen Wandel der Stromerzeugung. Photovoltaik profitiert nicht nur von technologischen Fortschritten und sinkenden Kosten, sondern auch von vergleichsweise kurzen Planungs- und Bauzeiten. Gerade großflächige Solarparks lassen sich effizient realisieren, sofern geeignete Flächen zur Verfügung stehen.

Warum der Zubau weiter an Fahrt gewinnt

Der starke Zuwachs der Solarstromerzeugung ist kein kurzfristiger Effekt, sondern Ausdruck eines langfristigen Trends. Politische Rahmenbedingungen, ambitionierte Klimaziele und der steigende Strombedarf durch Elektromobilität, Wärmepumpen und Industrie treiben den Ausbau weiter voran. Gleichzeitig haben sich Photovoltaik-Freiflächenanlagen als wirtschaftlich äußerst wettbewerbsfähig erwiesen.

Für Projektierer und Investoren sind große, zusammenhängende Flächen besonders attraktiv. Landwirtschaftliche Grenzertragsflächen, Konversionsflächen oder bislang ungenutzte Areale rücken daher zunehmend in den Fokus. Die stabile Ertragslage der Photovoltaik, kombiniert mit langfristigen Einspeise- oder Direktvermarktungsmodellen, schafft Planungssicherheit über Jahrzehnte hinweg.

Chancen für Flächeneigentümer und Landwirte

Für Eigentümer landwirtschaftlicher oder ungenutzter Flächen ergeben sich aus dieser Marktentwicklung konkrete wirtschaftliche Chancen. Die Verpachtung von Flächen für Solarparks bietet eine langfristige und kalkulierbare Einnahmequelle, unabhängig von Ernteerträgen oder schwankenden Agrarpreisen. Gerade in Regionen mit guten Einstrahlungswerten und geeigneter Netzanbindung steigt die Nachfrage nach Pachtflächen deutlich.

Ein weiterer Vorteil liegt in der langfristigen Vertragsgestaltung. Pachtverträge für Photovoltaik-Freiflächen laufen häufig über 25 bis 30 Jahre und sichern damit stabile Einnahmen über einen langen Zeitraum. Gleichzeitig bleibt das Eigentum an der Fläche erhalten. Nach Ablauf der Nutzungsdauer können die Anlagen zurückgebaut werden, sodass die Fläche erneut landwirtschaftlich genutzt werden kann.

Photovoltaik als stabilisierender Faktor im Energiesystem

Die aktuellen Zahlen zeigen zudem, dass Photovoltaik einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Energiesystems leistet. Während Windenergie stärker von kurzfristigen Wetterlagen abhängig ist, sorgt die breite Verteilung von Solaranlagen über das gesamte Bundesgebiet für vergleichsweise konstante Erzeugungsprofile in den Sommermonaten. In Kombination mit Speichern und intelligenten Netzen gewinnt Solarstrom damit weiter an systemischer Bedeutung.

Mehr zur Biodiversität bei Solarparks lesen Sie in unseren folgenden Beiträgen hier auf dem Blog:

Dass ein windschwaches erstes Quartal durch Solarstrom und stärkere Winderträge im Sommer ausgeglichen werden konnte, unterstreicht diese Rolle. Für die kommenden Jahre ist davon auszugehen, dass der Anteil der Photovoltaik weiter steigt und neue Rekordmarken erreicht werden.

Ausblick: anhaltend hohe Nachfrage nach Solarflächen

Die Tatsache, dass die Photovoltaik-Erzeugung bereits im September den Vorjahreswert übertroffen hat, ist ein starkes Signal für den Markt. Sie zeigt, dass der Ausbau nicht nur politisch gewollt, sondern auch technisch und wirtschaftlich realisiert wird. Für Flächeneigentümer bedeutet dies eine anhaltend hohe Nachfrage nach geeigneten Grundstücken für Solarparks.

Wer heute über landwirtschaftliche oder ungenutzte Flächen verfügt, steht damit vor einer strategischen Entscheidung. Die langfristige Verpachtung für Photovoltaik-Projekte kann eine sichere und nachhaltige Ergänzung oder Alternative zur klassischen Flächennutzung darstellen. Angesichts der dynamischen Entwicklung der Solarstromerzeugung spricht vieles dafür, dass die Bedeutung solcher Flächen in den kommenden Jahren weiter zunimmt.

Die aktuellen Rekordzahlen sind somit nicht nur ein Erfolg der Energiewende, sondern auch ein klarer Hinweis auf die wachsenden Chancen im Bereich der Flächenverpachtung für Photovoltaik-Freiflächenanlagen.

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