Ein neuer Meilenstein für die Energiewende
Die Energiewende in Deutschland hat 2025 einen historischen Wendepunkt erreicht: Erstmals hat die Photovoltaik die Braunkohle bei der Nettostromerzeugung überholt. Damit wird Solarstrom nicht nur zum Symbol, sondern zu einem tragenden Pfeiler der Stromversorgung. Die aktuellen Auswertungen von Energy-Charts zeigen eindrucksvoll, wie stark sich der Energiemix innerhalb weniger Jahre verschoben hat – mit weitreichenden Folgen für den Strommarkt, die Klimaziele und insbesondere für Eigentümer von landwirtschaftlichen und ungenutzten Flächen.
Gerade für Flächeneigentümer eröffnet diese Entwicklung neue wirtschaftliche Perspektiven: Die Nachfrage nach geeigneten Flächen für Solarparks wächst kontinuierlich, ebenso die Bereitschaft von Investoren, langfristige und attraktive Pachtverträge abzuschließen.
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Photovoltaik auf Wachstumskurs: Zahlen und Einordnung
Bis Ende 2025 ist die installierte Photovoltaik-Leistung in Deutschland auf rund 116,8 Gigawatt angewachsen. Allein im vergangenen Jahr kamen über 16 Gigawatt neue Leistung hinzu. Diese Dynamik spiegelt sich auch in der Stromerzeugung wider: Insgesamt wurden rund 87 Terawattstunden Solarstrom produziert, davon floss der Großteil ins öffentliche Netz, während ein wachsender Anteil direkt vor Ort verbraucht wurde.
Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das ein Plus von mehr als 20 Prozent. Neben dem kontinuierlichen Ausbau trugen auch überdurchschnittlich viele Sonnenstunden zur Rekordproduktion bei. Das Ergebnis: Photovoltaik liegt erstmals vor der Braunkohle und hat sich als zweitwichtigste Stromquelle etabliert.
Wind und Sonne als neue „Doppelspitze“
Obwohl die Windkraft weiterhin den Spitzenplatz bei der Stromerzeugung hält, rückt die Photovoltaik immer näher heran. 2025 war dabei kein außergewöhnlich gutes Windjahr. Die Stromproduktion aus Onshore-Windanlagen ging leicht zurück, während Offshore-Windparks stabile Beiträge lieferten.
Trotzdem bilden Wind und Solar inzwischen gemeinsam das Rückgrat der erneuerbaren Stromerzeugung. Diese „Doppelspitze“ verändert das Energiesystem grundlegend: Fossile Energieträger verlieren kontinuierlich an Bedeutung, während erneuerbare Quellen immer häufiger den Strombedarf decken – insbesondere in sonnen- und windreichen Stunden.
Mehr zum Thema Landverpachten und Steuern lesen Sie in unseren folgenden Blogbeiträgen:
• Freiflächen-Photovoltaik im Steuerrecht: Spagat zwischen Einnahmen und Steuern
• Einkommenssteuer bei Flächen, die für Solar verpachtet werden
• Welche steuerlichen Vorteile es bringt, wenn die Freiflächen-Photovoltaik als landwirtschaftliches Vermögen zählt
Ausbauziele bis 2030: Photovoltaik im Plan, Windkraft unter Druck
Ein Blick auf die politischen Ausbauziele zeigt ein differenziertes Bild. Während die Photovoltaik weitgehend im vorgesehenen Ausbaupfad liegt, hinkt die Windkraft hinterher. Um die Klimaziele zu erreichen, sollen bis 2030 rund 215 Gigawatt Photovoltaik-Leistung installiert sein. Das bedeutet: Der jährliche Zubau muss in den kommenden Jahren weiter steigen.
Für Flächeneigentümer ist das eine klare Botschaft. Der Bedarf an geeigneten Flächen für Freiflächen-Photovoltaik wird weiter zunehmen – nicht nur kurzfristig, sondern über Jahrzehnte hinweg. Langfristige Pachtverträge für Solarparks bieten daher eine stabile und planbare Einnahmequelle, unabhängig von Ernteerträgen oder schwankenden Agrarmärkten.
Rückgang der Kohle und stabile Emissionen
Mit dem Aufstieg der Photovoltaik geht der Niedergang der Kohleverstromung einher. Die Stromerzeugung aus Braun- und Steinkohle ist 2025 auf ein historisches Tief gesunken. Gleichzeitig verschiebt sich der fossile Restmix zunehmend hin zu Gaskraftwerken, die flexibler auf die schwankende Einspeisung erneuerbarer Energien reagieren können.
Die CO₂-Emissionen der Kohlekraftwerke gingen weiter zurück, auch wenn die Gesamtemissionen im Stromsektor etwa auf dem Niveau des Vorjahres blieben. Langfristig ist jedoch klar: Ohne den weiteren Ausbau von Solar- und Windenergie sind die Klimaziele nicht erreichbar.
Negative Strompreise: Herausforderung und Chance
Mit der steigenden Solarstromproduktion nimmt auch die Zahl der Stunden mit negativen Strompreisen zu. 2025 wurde hier ein neuer Rekord erreicht. Vor allem an sonnigen Tagen mit gleichzeitig geringer Nachfrage kommt es zunehmend zu Überangeboten am Strommarkt.
Für Betreiber von Solarparks und Investoren ist das ein zentrales Thema. Negative Preise erhöhen den Druck, Stromerzeugung und -verbrauch besser zu koordinieren. Gleichzeitig beschleunigen sie Innovationen – insbesondere im Bereich der Speichertechnologien. Für Flächeneigentümer ändert sich dadurch jedoch wenig: Pachtverträge für Solarparks sind in der Regel unabhängig von kurzfristigen Strompreisschwankungen und bieten langfristige Planungssicherheit.
Batteriespeicher als Schlüsseltechnologie
Ein direkter Effekt der volatilen Strompreise ist der rasante Ausbau von Batteriespeichern. Große Speicherprojekte gewinnen zunehmend an Bedeutung, da sie Solarstrom zwischenspeichern und zeitversetzt ins Netz einspeisen können. Bereits heute sind in Deutschland Batteriespeicher mit zweistelliger Gigawattstunden-Kapazität geplant oder in Betrieb.
Prognosen gehen davon aus, dass der Speicherbedarf bis 2030 ein Vielfaches des heutigen Niveaus erreichen wird. Damit verändern sich auch die Anforderungen an neue Solarparks: Immer häufiger werden Photovoltaik-Freiflächenanlagen von Anfang an mit Speicherlösungen kombiniert. Das steigert die Attraktivität geeigneter Flächen zusätzlich.
Mehr zu Batteriespeicher lesen Sie in unseren folgenden Beiträgen hier auf dem Blog:
Europäische Perspektive: Solarstrom überholt Kohle in der EU
Die Entwicklung beschränkt sich nicht auf Deutschland. Auch europaweit gewinnt die Photovoltaik rasant an Bedeutung. Erstmals hat die Solarstromerzeugung in der EU die Stromproduktion aus Braun- und Steinkohle übertroffen. Innerhalb von zehn Jahren hat sich die Solarstrommenge vervielfacht, während die Kohleverstromung massiv zurückgegangen ist.
Diese Trends unterstreichen, dass der Ausbau der Photovoltaik kein kurzfristiges Phänomen ist, sondern Teil eines tiefgreifenden strukturellen Wandels im europäischen Energiesystem.
Was bedeutet das für Eigentümer von Flächen?
Für Besitzer von landwirtschaftlichen oder ungenutzten Flächen ergeben sich aus dieser Entwicklung klare Chancen:
- Langfristige, sichere Einnahmen durch Pachtverträge mit Laufzeiten von 20 bis 30 Jahren
- Planungssicherheit unabhängig von Wetter, Erträgen oder Marktpreisen
- Beitrag zur Energiewende und zur regionalen Wertschöpfung
- Wertsteigerung der Fläche durch infrastrukturelle Erschließung
Gerade in Zeiten steigender Anforderungen an die Landwirtschaft kann die Verpachtung für Photovoltaik eine wirtschaftlich attraktive Ergänzung oder Alternative darstellen.
Mehr zur Biodiversität bei Solarparks lesen Sie in unseren folgenden Beiträgen hier auf dem Blog:
Photovoltaik als Zukunftsmodell – auch für Flächeneigentümer
Dass die Photovoltaik 2025 erstmals die Braunkohle bei der Nettostromerzeugung überholt hat, ist mehr als eine symbolische Marke. Es zeigt, wie schnell sich der Energiemarkt verändert und wie groß der Bedarf an neuen Solarparks ist. Für Eigentümer geeigneter Flächen ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sich mit den Möglichkeiten der Flächenverpachtung für Photovoltaik auseinanderzusetzen.
Landverpachten.de unterstützt dabei als erfahrener Partner – von der ersten Einschätzung der Flächeneignung bis zur Vermittlung seriöser Investoren. Die Energiewende schafft neue Chancen. Wer sie früh nutzt, profitiert langfristig.