Solarparks strategisch umsetzen: Neue Planungssicherheit für Kommunen und Flächeneigentümer

5/9/2025

Der Ausbau von Solarparks auf Freiflächen gewinnt in Deutschland weiter an Dynamik. Neben ambitionierten Ausbauzielen auf Bundes- und Landesebene sorgen neue rechtliche Rahmenbedingungen dafür, dass Projekte schneller und effizienter realisiert werden können. Besonders relevant ist die jüngste Anpassung der Landesbauordnung in Baden-Württemberg, die die Planung und Umsetzung von Solarparks deutlich vereinfacht.

Für Eigentümer landwirtschaftlicher oder ungenutzter Flächen eröffnen sich dadurch neue Chancen, ihr Land langfristig und wirtschaftlich attraktiv zu verpachten. Gleichzeitig sind Kommunen stärker gefordert, nicht nur zu genehmigen, sondern aktiv zu unterstützen. Dieser Artikel ordnet die aktuellen Entwicklungen ein und zeigt, warum jetzt ein guter Zeitpunkt ist, Flächen für Photovoltaik-Freiflächenanlagen bereitzustellen.

Aktualisierte Planungshilfe: Was sich für Solarparks geändert hat

Die Planungshilfe für Kommunen wurde kürzlich überarbeitet, um neue gesetzliche Vorgaben praxisnah abzubilden. Hintergrund ist eine Novelle der Landesbauordnung, die im Sommer 2025 in Kraft getreten ist. Ziel der Gesetzesänderung ist es, den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen und bürokratische Hürden abzubauen.

Kernpunkt der Neuregelung:
Die Errichtung und Änderung von Freiflächen-Solaranlagen ist nun grundsätzlich verfahrensfrei. Damit entfällt in vielen Fällen die klassische Baugenehmigung, die bislang Zeit und personelle Ressourcen gebunden hat. Frühere Einschränkungen, etwa hinsichtlich Höhe oder Länge freistehender Anlagen, spielen keine Rolle mehr.

Für die Praxis bedeutet das:

  • kürzere Projektlaufzeiten
  • höhere Planungssicherheit für Investoren
  • bessere Chancen für Flächeneigentümer, zügig Pachtverträge abzuschließen

Verfahrensfreiheit heißt nicht Regelfreiheit

So positiv die neuen Regelungen sind, sie bedeuten keinen rechtsfreien Raum. Auch ohne Baugenehmigung müssen weiterhin zahlreiche öffentlich-rechtliche Vorgaben eingehalten werden. Dazu zählen unter anderem:

  • Natur- und Artenschutz
  • Wasserrechtliche Anforderungen
  • Denkmalschutz
  • Raumordnungs- und Planungsrecht

Gerade hier zeigt sich, wie wichtig eine strukturierte Vorgehensweise ist. Die aktualisierte Checkliste und der Ablaufplan, die von der Freiflächen-Arbeitsgruppe des Photovoltaik-Netzwerk Baden-Württemberg erarbeitet wurden, helfen Kommunen dabei, diese Aspekte systematisch zu berücksichtigen.

Für Flächeneigentümer ist das relevant, weil professionell begleitete Projekte eine deutlich höhere Realisierungschance haben – und damit langfristig sichere Pachteinnahmen ermöglichen.

Mehr zu Solarpacht und Solarpachtpreisen lesen Sie in unseren folgenden Beiträgen hier auf dem Blog:

Batteriespeicher: Der neue Standard im Solarpark

Eine wichtige Differenzierung bleibt trotz der Gesetzesnovelle bestehen:
Während Solarparks selbst nun verfahrensfrei errichtet werden können, gilt dies in der Regel nicht für Batteriespeicher. Für sie ist meist weiterhin eine Baugenehmigung erforderlich.

Warum Batteriespeicher heute kaum noch verzichtbar sind:

  • Häufige Phasen negativer Strompreise
  • Notwendigkeit, Strom zeitlich verschoben zu vermarkten
  • Wirtschaftliche Optimierung moderner Solarparks

Fast alle neu geplanten Solarparks werden inzwischen mit Speichern kombiniert. Für Kommunen und Flächeneigentümer bedeutet das, dass Genehmigungsprozesse nicht vollständig entfallen, sondern differenziert betrachtet werden müssen. Eine frühzeitige Abstimmung mit erfahrenen Projektpartnern ist daher entscheidend.

Kommunen im Wandel: Von der Genehmigungsstelle zur Gestalterin

Solarparks sind mehr als reine Energieerzeugungsanlagen. Sie tragen zur lokalen Wertschöpfung bei, schaffen Einnahmen für Grundstückseigentümer und stärken die regionale Energiewende. Dennoch werden vielerorts noch zu wenige Projekte realisiert.

Ein zentraler Engpass liegt in kommunalen Strukturen. Viele Verwaltungen sind historisch auf klassische Genehmigungsverfahren ausgerichtet. Die steigende Zahl an Anfragen von Projektierern und Flächeneigentümern trifft daher häufig auf begrenzte personelle und fachliche Kapazitäten.

Die neue Planungshilfe verfolgt deshalb einen klaren Ansatz:
Kommunen sollen sich zunehmend als aktive Unterstützerinnen der klimafreundlichen Stromerzeugung verstehen. Dazu gehören unter anderem:

  • klare interne Zuständigkeiten
  • transparente Prozesse
  • frühzeitige Kommunikation mit Eigentümern und Projektentwicklern

Dieser Perspektivwechsel wirkt sich direkt positiv auf die Umsetzungsgeschwindigkeit von Solarparks aus.

Mehr zum Thema Landverpachten und Steuern lesen Sie in unseren folgenden Blogbeiträgen:

Freiflächen-Photovoltaik im Steuerrecht: Spagat zwischen Einnahmen und Steuern
Einkommenssteuer bei Flächen, die für Solar verpachtet werden
Welche steuerlichen Vorteile es bringt, wenn die Freiflächen-Photovoltaik als landwirtschaftliches Vermögen zählt

Chancen für Flächeneigentümer: Jetzt von klaren Rahmenbedingungen profitieren

Für Eigentümer landwirtschaftlicher oder brachliegender Flächen ergeben sich aus den neuen Regelungen erhebliche Vorteile. Durch vereinfachte Verfahren und steigende Nachfrage nach geeigneten Standorten wächst die Attraktivität der Flächenverpachtung deutlich.

Typische Vorteile der Verpachtung für Solarparks sind:

  • langfristige, planbare Einnahmen über 20 bis 30 Jahre
  • keine Investitionskosten für den Eigentümer
  • zusätzliche Einkommensquelle unabhängig von Ernteerträgen
  • Beitrag zur Energiewende und regionalen Wertschöpfung

Gerade in Regionen mit geeigneten Bodenverhältnissen und guter Netzanbindung steigt das Interesse von Projektentwicklern spürbar.

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Warum professionelle Vermittlung entscheidend ist

Trotz vereinfachter Gesetzeslage bleibt die Umsetzung eines Solarparks komplex. Flächensicherung, Vertragsgestaltung, Abstimmung mit Kommunen und Berücksichtigung aller rechtlichen Vorgaben erfordern Erfahrung und Marktkenntnis.

Plattformen wie Landverpachten.de unterstützen Eigentümer dabei, ihr Land gezielt und rechtssicher für Photovoltaik-Freiflächenanlagen anzubieten. Durch die Zusammenarbeit mit etablierten Projektentwicklern wird sichergestellt, dass:

  • realistische Pachtpreise erzielt werden
  • nur seriöse Anfragen vermittelt werden
  • Projekte eine hohe Umsetzungswahrscheinlichkeit haben

Für Eigentümer bedeutet das maximale Sicherheit bei minimalem Aufwand.

Mehr zu Planung, Genehmigungen und Bau eines Solarparks lesen Sie in unseren folgenden Beiträgen hier auf dem Blog:

Fazit: Neue Planungshilfen schaffen Rückenwind für Solarparks

Die aktualisierte Planungshilfe und die Änderungen der Landesbauordnung markieren einen wichtigen Schritt für den beschleunigten Ausbau von Solarparks. Kommunen erhalten klarere Leitplanken, Projektierer mehr Planungssicherheit und Flächeneigentümer attraktive neue Einnahmemöglichkeiten.

Wer heute über geeignete Flächen verfügt, sollte die aktuellen Rahmenbedingungen nutzen und sich frühzeitig informieren. Die Nachfrage nach Photovoltaik-Freiflächen steigt weiter – und mit ihr die Chance, langfristig von der Energiewende zu profitieren.

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